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Rebsorte

Passerina

Die andere weiße Sorte der mittleren Adria: weniger berühmt als der Pecorino — und sehr oft mit Perlage.

22 Weine
16 Erzeuger
Abruzzo Vor allem aus
12.4% Durchschnittlicher Alkohol

Die Passerina wächst in den Marken, den Abruzzen und im Latium und wurde über Generationen entweder mit anderen Sorten verwechselt oder pauschal als Trebbiano verkauft. DNA-Analysen haben ihr eine eigene Identität zurückgegeben und damit einen Namen, der auf Etiketten jung ist, im Weinberg aber sehr alt. Auch hier ist der Ursprung ländlich: Man führt ihn auf passera zurück, den Spatz, der an den Trauben pickte.

Sie ist eine robuste Sorte mit dicker Schale, deren Säure auch in warmen Jahrgängen hoch bleibt. Der Stillwein ist zitrisch und geradeheraus, im Alkohol zurückhaltender als der Pecorino, mit grünem Apfel und einem krautigen Zug. Er verlangt keine Aufmerksamkeit, er verdient sie am Tisch: der Alltagsweiße dieser Küste.

Genau diese Säure erklärt ihr zweites Leben. Ein erheblicher Teil der Passerina, die wir führen, ist im Tankverfahren versektet — Brut oder Extra Dry — und besetzt jene Nische, in der jemand einen italienischen Schaumwein sucht, ohne den Namen einer berühmten DOCG mitzubezahlen. Das ist eine der wenigen ehrlichen Antworten auf diese Frage.

Auf dem Etikett erscheint sie als Abruzzo Passerina DOC und unter den örtlichen IGT, am häufigsten Terre di Chieti und Colli Aprutini; in den Marken geht sie in die DOCG Offida und in den Falerio ein.

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