Die Colline Teramane sind die Hügel der Provinz Teramo, im Westen vom Massiv des Gran Sasso und der Monti della Laga begrenzt, im Osten zur Adria hin offen. 2003 erhielten sie die erste DOCG der Abruzzen, ausschließlich für den Montepulciano: Sie verlangt mindestens 90 Prozent der Sorte — zehn Punkte mehr als die regionale DOC — und längere Reifezeiten, zwei Jahre bis zur Freigabe, drei für die Riserva.
Der Unterschied ist nicht bloß bürokratisch. Berge im Rücken und Meer davor erzeugen eine nächtliche Temperaturspanne, die es in der Ebene nicht gibt: Die Trauben reifen langsamer, und die Weine kommen mit klarerer Säure und feinerem Tannin ins Glas, als der Montepulciano sonst liefert. Wer nur die breite, weiche Fassung der DOC kennt, findet hier etwas Schmaleres und Vertikaleres.
Eine Klarstellung, die die Etiketten nötig machen: Die DOCG gilt nur für Rotwein. Der Name Colline Teramane steht dennoch auch auf Weißen und Rosés derselben Hügel — Trebbiano, Pecorino, Cerasuolo —, die anderen Herkünften angehören. Diese Seite fasst das ganze Gebiet zusammen, weil man ihm im Regal so begegnet; die DOCG im engeren Sinn ist aber der Montepulciano.
Es bleibt eine kleine Herkunft: Ihre Menge ist ein Bruchteil der regionalen DOC, und im Regal begegnet sie einem weit seltener. Die Betriebe, die sie abfüllen, konzentrieren sich weitgehend auf wenige Gemeinden der Provinz.